Galerie

Verschiedenes

Suche

Veranstaltungen

Umfrage

keine aktive Umfrage

zeige Umfragen

Newsletter

F├╝r den Newsletter anmelden

E-Mail Adresse:

Statistik

29 Besucher (Heute)
97 Besucher (Gestern)
2434 Besucher (Monat)
225452 Besucher insgesamt
4 registrierte Benutzer
0 Benutzer online
1 Gast online
Zeige Statistik

 

 



Angelgeschichten



Mein erster Jugendausflug
Datum 08.02.2010
Autor Administrator
Links n/a
Bewertung

Seite 1 von 1
Mein erster Jugendausflug

Im zarten Alter von 14 Jahren war es als Neuling erstmal gar nicht so einfach, sich in einer Gruppe von ca. 16 Junganglern zurecht zu finden. Die meisten waren z. Teil schon einiges ├Ąlter als ich. Ich habe mich aber schnell in dem Haufen einleben k├Ânnen und habe auch schnell Kontakt, ├╝berwiegend mit den j├╝ngeren aus der Gruppe gekn├╝pft. Monatlich stattfindende Jugendversammlungen f├Ârderten das Gruppengef├╝hl erheblich. Unter anderen wurden hier auch Aktivit├Ąten der Jugendgruppen geplant und abgestimmt, wie zum Beispiel der Jugendausflug.

Mein erster Jugendausflug f├╝hrte mich zum Dortmund - Ems - Kanal, genauer gesagt zur alten Fahrt nach Olfen. Ein Wochenende mit Zeltlager, Lagerfeuerromantik und nat├╝rlich Angeln, Angeln, Angeln. Logisch, dass bei allen Beteiligten die Signale auf diesen Termin fixiert waren. Und dann war es endlich so weit.

Freitags um 15:00 Uhr war Treffen. 14 Jugendliche, 3 Betreuer und die Eltern, zumindest der j├╝ngeren Teilnehmer, fanden sich am vereinbarten Treffpunkt ein. Zelte, Verpflegung, pers├Ânliches Gep├Ąck, und nat├╝rlich die Angelsachen mussten verstaut werden. Selbst mit einem Kleinbus, einem Kombi, einem PKW und zwei H├Ąnger geh├Ârte schon eine gute Logistik dazu, alles verstaut zu bekommen.

Endlich ging es los, ab bis zum Kanal bei Olfen, knapp eineinhalb Stunde Fahrzeit. Vor Ort dann alles wieder ausladen, Zelte aufbauen und einrichten. Unsere Jugendwarte Heinz und Klaus hatten ihre liebe M├╝he, den Ameisenhaufen beisammen zu halten, denn das Angelwasser war nat├╝rlich viel interessanter. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft, alle Zelte hinzustellen. Nach einer kleinen Ansprache, mit entsprechenden Verhaltensregeln konnten wir dann endlich unsere Angelsachen packen und das tun, wof├╝r wir hergefahren sind, n├Ąmlich angeln. Ich wei├č nicht, wer die Worte des Jugendwart ├╝berhaupt aufgenommen hat, Holli, mein Angelkumpel, und ich jedenfalls nicht.

Wir beiden hatten dann auch schnell einen sch├Ânen Platz f├╝r uns zwei ausgekuckt.
Zur Rechten ein paar Haselnussstr├Ąucher und nach links ein kleiner Schilfg├╝rtel, dahinter endete die Steinsch├╝ttung und ging in eine Spundwand ├╝ber. Hinter uns Brombeerstr├Ąucher. Aber Platz genug f├╝r uns und unsere Angelruten. Sichtkontakt zum Lagerplatz war nicht gegeben.

Obwohl die Fische eigentlich gar nicht so recht bei├čen wollten, verging die Zeit wie im Flug. Langsam setzte die D├Ąmmerung ein und es ging auf die 21:00 Uhr zu, als wir pl├Âtzlich durch lautes Rufen gest├Ârt wurden. Wer schreit den hier so rum? Wir brauchen Ruhe zum Angeln! Irgendwann haben wir dann aber mitbekommen, dass wir gemeint waren. Man suchte uns. Ein wenig ver├Ąrgert kamen wir hinter unseren B├╝schen her, um von unserem Jugendwart erst mal einen ordentlichen Anschiss einzufahren. Was war geschehen?

Nun ja, vor zweieinhalb Stunde hatte uns Heinz bei seiner Ansprache klargemacht, dass um 19:30 Uhr gegessen wird, . . . und zwar gemeinsam. Hatten wir wohl nicht mitbekommen. Trotz bester Ausreden, durften wir aus disziplinarischen Gr├╝nden am Lagerplatz alles Geschirr wegsp├╝len. Das ausgesprochene Angelverbot f├╝r den Rest des Abends konnten wir so gerade noch umgehen. Ein St├╝ndchen sp├Ąter waren wir wieder am Angelplatz. Gegessen hatten wir noch immer nichts, kein Hunger oder besser, keine Zeit.

Ich muss sagen, f├╝r mich war es die erste Nachtschicht am Wasser und es war alles so spannend. Gefangen hatten wir auch einige mittelgro├če Aale. Geschlafen habe ich zwischendurch mal, ein paar Minuten im Angelstuhl. Morgens um Acht wurden wir dann pers├Ânlich, von unserem Jugendwart zum Essen gebeten. Siehste, geht doch. Schnell ein paar Happen gegessen und dann wieder ab zum Wasser, bevor sich jemand an die Qualit├Ąten unsere Sp├╝lkunst erinnern konnte.
Jetzt, nach dem Essen kam bei mir doch so etwas wie Schl├Ąfrigkeit auf. Vielleicht lag es auch an den Fischen, die einfach nicht mehr anbei├čen wollten, vielleicht auch an die W├Ąrme, die uns Sonne herunter schickte. Sicherlich wir hatten ja jeder unseren Platz im Zelt, aber f├╝r die eine Stunde, die ich zum Ausschlafen ben├Âtigte? Das ging auch hier. Parker und Decke schafften eine weiche Unterlage und rapzap war ich weg. Ich wei├č nicht, wie lange ich geschlafen habe, aber wach geworden bin ich, da war es schon stockdunkel und ich lag in meinem Zelt. Wei├č der Kuckuck, wie ich dorthin gekommen bin.

Aufkl├Ąrung gab es dann am n├Ąchsten Morgen.

Ich muss wohl doch etwas tiefer eingeschlafen sein. Die Sonne hat ihre Bahn am Himmel gezogen und nicht verpasst, mir die volle Dr├Âhnung zu geben. Neben einen leckeren Sonnenbrand im Gesicht und an den H├Ąnden muss ich mir wohl einen kleinen Sonnenstich weggeholt haben. Ich muss dann wohl irgendwann aufgestanden sein, habe mich durch die Brombeeren geschlagen und bin dann auf dem Weg oberhalb des Kanals von einigen anderen Junganglern unserer Gruppe abgefangen worden. Ansprechbar war ich offenbar nicht. Meinen Freund Holli haben sie dann auch gleich eingesammelt, der schlief auch fest, und sie haben uns in die Zelte verfrachtet. Ich brauche wohl nicht zu erw├Ąhnen, dass wir, genauer genommen ich, bei diesem, meinem ersten Jugendausflug, das Highlight war. Diejenigen, die dabei waren, k├Ânnen sich garantiert noch heute daran erinnern und ich wei├č nicht, ob nicht sogar Fotos von mir gemacht wurden und wom├Âglich noch existieren.

Ich habe sp├Ąter noch oft mit meinem Freund Holli dar├╝ber diskutiert und wir kamen immer wieder auf den Punkt:


Warum haben die uns eigentlich nicht zum Mittagessen geweckt.
Das h├Ątte doch alles ├╝berhaupt nicht passieren brauchen
Aber mit uns, den J├╝ngsten, konnte man's ja machen



┬ę Harald Will (2007) www.k-h-o.de

Zum Bewerten musst du registriert und eingeloggt sein!