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Angelgeschichten



Wenigstens einer fÀngt gut !
Datum 29.03.2010
Autor Administrator
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Seite 1 von 1
Letztes Wochenende. Es wird langsam dunkel. Nach dem heißen Tag hat es sich immer noch nicht richtig abgekĂŒhlt.
Ideales Wetter, um meinen Lieblingsfisch, dem Aal nachzustellen. Ausgestattet mit 2 langen Ruten mit Leuchtpose, Eimer mit Dendrobenas, Klappstuhl (ich bin nun mal Klappstuhlangler !?!), Petromax- Lampe und allem anderem Gedöhnse, was man fĂŒr eine erfolgreiche Aalnacht so braucht, besetzte ich eines meiner vielen Topstellen an einem toten Arm am Nederrijn bei Wijk bij Duurstede. Gewissenhaft baute ich meine GerĂ€tschaft im Licht der Petromax auf. Knicklichter auf die Posen gesetzt, Wassertiefe kurz ausgelotet, Dendrombena auf den Haken und hinein in die AalkĂŒche.


Abendstimmung am toten Arm


Nun hatte ich Zeit, um meine Angelutensilien griffbereit zu platzieren, denn LĂ€rm beim Aalangeln ist ein Garant fĂŒr eine misslungene Aalnacht. Die Petromax leuchtet mir zum einen meinen Angelplatz aus, zum anderen werden MĂŒcken und alles stechende und sonst wie störendes Ungeziefer magisch von dem hellen Schein angezogen und lassen mich in Ruhe.
Na ja, von Aalen war jedenfalls keine Spur. Wohl wieder so eine Angelsession, wo eigentlich alles passt, nur der Fisch spielt nicht mit. Nach einer knappen Stunde ohne irgendeinen Zupfer, ließ meine Konzentration auf das Angelgeschehen ein wenig nach. AmĂŒsiert beobachtete ich, wie schwĂ€rmeweise MĂŒcken, Schnacken usw. sich an der heißen Petromax den A
 verbrannten und im nĂ€heren Umkreis ihr Leben aushauchten.



Erst mal die Lage peilen



Aber was war das denn, ein dicker Frosch, die HollĂ€nder sagen auch Kiker, schlich sich da langsam an. Mich schien er nicht zu beachten (jedenfalls flĂ¶ĂŸte ich ihm keinen Respekt ein). Er hatte nur Sinn auf die Insekten, die wie betrunken im Schein meiner Lampe rumtanzten. Strategisch klug platzierte er sich an eine Stelle, wo er nur die Zunge ausfahren musste, um sich die fĂŒr Menschen nervigen Plagegeister wegzuholen.
Die Fangtechnik meines kleinen grĂŒnen Freundes, ich nannte ihn dann spĂ€ter Schnappi war einfach genial, ganz im Gegensatz zu meiner. Es war einfach eine Freude, im dabei zuzuschauen. Im Normalfall hĂ€tte ich schon lĂ€ngst meine Klamotten gepackt, denn mit Aal war absolut nichts zumachen. Aber konnte ich meinem hungrigen Schnappi einfach die Nahrungsgrundlage entziehen?



Irgendwann ist trotzdem mal Schluss, es war mittlerweile auch schon
2:00 Uhr. Meine AufbruchaktivitĂ€ten störten Schnappi nicht im Geringsten. Auch, als ich die Lampe wegpackte, rĂŒhrte sich der Kollege nicht vom Fleck. Erst als ich ihn zum Abschied leicht anschubste, kroch die sichtlich vollgefressene Pegge langsam und mĂŒhsam von dannen. Ein gepflegter HĂŒpfer war bei der LeibesfĂŒlle, die der Frosch sich angefressen hatte, mit Sicherheit .nicht mehr möglich.


Nun ja, man muss auch mal Gönner sein und neidlos anerkennen,

wenn andere wesendlich erfolgreicher sind.


Aber morgen, da mache ich erstmal DiÀt



© Harald Will (2007) www.k-h-o.de

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